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www.carocarrubo.org

Kultur- und Begegnungsstätte in Comiso, Sizilien

 
  Entstehung

 

Das Projekt in Sizilien gibt es bereits seit Mai 1992. Die Idee zur Begegnungsstätte ging in erster Linie von Nunzio aus. Sein großer Wunsch ist es in seinem Land und mit dem Land leben zu können. Die Probleme Siziliens sind groß: Arbeits- sprich Aussichtslosigkeit, Landflucht, Verfall, um ein paar davon zu nennen. Er suchte nach einer Möglichkeit sich auf eine praktische und konstruktive Weise mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Dadurch, daß er immer wieder im "Eulenspiegel" lebte und mitarbeitete, fand er dort konkrete Unterstützung für sein Vorhaben. Der "Eulenspiegel" und der "jedermensch" sind zum Dreh- und Angelpunkt für das sizilianische Projekt geworden, über den die meisten Kontakte, Informationen, Darlehen und Spendengelder laufen, um den Aufbau zu unterstützen und zu finanzieren. Schon allein die Form der Finanzierung - bis jetzt gibt es keinen Bankkredit - schuf und schafft Begegnungen und Austausch. Bis jetzt sind rund 30 Menschen daran beteiligt.

 

 
  Nunzio Taranto
Ich bin in Comiso aufgewachsen. Als Anfang der achtziger Jahre die Atomraketen bei uns stationiert wurden, regte sich wie in anderen Orten Europas heftiger Widerstand. Dieser Widerstand wurde richtungsweisend in meinem Leben. Ich machte meine erste Kommuneerfahrung in "Verde Vigna" (Grüner Weinberg), einem Friedenscamp an der Militärbasis. In "Verde Vigna" lernte ich Renate kennen und kam durch sie zum "Projekt Eulenspiegel". Meine Erfahrungen in der dortigen Gemeinschaft und ihr Engagement gaben mir den Mut zurück in meinem Land etwas Neues zu beginnen.
Renate Brutschin:
Ich habe 16 Jahre im "Eulenspiegel" gelebt und gearbeitet. Eine lange und intensive Zeit für mich. Meine innere Suche führte mich mit Sizilien und Nunzio zusammen. Durch ihn lernte ich dieses Land der vielen Widersprüche kennen und so ist das "Projektkind" Case Caro Carrubo neben meiner künstlerischen Arbeit, dem Malen, zu einer meiner neuen Aufgaben geworden.

 

über uns

 

 

 
 

Was ist "Case Caro Carrubo"?

"Case Caro Carrubo" (die Häuser zum lieben Johannisbrot-baum) liegen auf einem kleinen Hügel auf den Ausläufern einer Bergkette, die Monti Iblei, im Südzipfel Siziliens, rund 25 km vom Meer entfernt. Wir benannten den Platz nach seinem weithin sichtbaren Johannisbrotbaum. Das Grundstück umfaßt rund vier Hektar Land und ein altes bäuerliches Gehöft, das bis vor rund 20 Jahren bewirtschaftet und dann mehr und mehr dem Verfall überlassen wurde. Es liegt unweit von Comiso, einer Stadt mit rund 30 000 Einwohnern, die in den achtziger Jahren leider traurige Berühmtheit erlangte: Die NATO wählte sie zu einem der größten Atomraketen- stationierungsorte in Europa.

 

 
  Wiederaufbau der Gebäude
Das Wohnhaus ist seit 1995 wiederhergestellt. 1998 öffnete das Gästehaus seine Türe. Der ehemalige Stall ist dabei sich zum Gemeinschaftsraum und -küche zu verwandeln.
Lange ersehnt und seit Oktober '99 Wirklichkeit geworden ist der Ankauf des Nachbargrundstückes. Es umfasst ein relativ gut erhaltenes Haus, einen großen Garten mit altem Baumbestand und den Rest des 'Thymianhügels', auf dem das Grundstück liegt. So haben wir endlich mehr Platz zum Wohnen und planen einen Seminarraum dort einzurichten. Aber erstmal heisst dies auch wieder viel Aufbauarbeit, wozu Kraft, Geld und Zeit notwendig sind. Doch die Erfahrungen des bisherigen Aufbaus geben uns Vertrauen, dass mit der nötigen 'Pazienza' dies zu schaffen ist.
Rekultivierung des Landes
Die Landarbeiten erstrecken sich hauptsächlich in der Pflege des Landes, des Mandel- und Olivenhains und in der Wiederaufforstung. Bis jetzt bevölkern rund 400 Jungbäumchen das Land. Der Gemüsegarten dient dem Eigenverbrauch und dem Direktverkauf. Ökologische Ansätze und Wirtschaftsweisen sind uns in allen Bereichen wichtig. Eine Solarzelle zur Lichterzeugung und eine Solaranlage zur Warmwassergewinnung sind vorhanden. Und es schwebt uns vor - auch wenn dies noch länger dauern wird - die Windenergie zur Stromgewinnung zu nutzen.
Kulturelle Arbeit findet in dem uns möglichen Rahmen statt. Unsere Möglichkeiten sind durch die viele praktische Arbeit und die noch zu kleine Gemeinschaft eingeschränkt.

 

Arbeiten ...

 

 

 


 
 

... und leben

 

 


Gemeinschaftliches Leben und Arbeiten als ein bewußtes Lernen mit- und aneinander trägt viel zum persönlichen Wachstum und zur Entwicklung bei. Diese Grunderfahrung aus der 'Eulenspiegel-Zeit' hat auch hier ihren Platz.
Wir leben dies momentan durch intensiven Kontakt und Austausch mit Gästen und Menschen, die eine Zeitlang bei uns mitleben und - arbeiten. Darüber hinaus stehen wir in Verbindung mit anderen Menschen, Gruppen und Initiativen in der näheren und weiteren Umgebung. Wir nehmen an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teil, mit Informationstischen, eigenen Produkten und Renates künstlerischen Arbeiten. Jeden Dienstag bieten wir, wie in Wasserburg, ein Rundgespräch an. Ideen sind viele vorhanden: Sie reichen von Kursen, Workcamps, Exkursionen bis zu einem kleinen Café. Wann?.... Sie hängen ab von den Fähigkeiten, die vorhanden sind, der Zeit und dem lieben Geld. Wir haben den großen Wunsch und die Hoffnung, daß sich unsere Gemeinschaft auf vier Personen erweitert.

 

 
  Kurz umschrieben: Viel Arbeit, wenig Geld. Die Fertigstellung des Gästehäuschens bringt uns hoffentlich dem Ziel näher mit unserer Arbeit endlich auch Einnahmen erzielen zu können. Weiterhin sind wir auf finanzielle Hilfen bei unserem Vorhaben angewiesen: Der weitere Ausbau der Häuser, die Windanlage, der Traktor.... Eine Form der finanziellen Unterstützung besteht auch in der Möglichkeit, den gegebenen Beitrag bei uns im Gästehaus "abzuwohnen". Wir vergeben dazu Ferienaktien, die wie alle weiteren Unterlagen zum Projekt bei 'Modell Wasserburg' angefordert werden können.

 

Zur finanziellen Situation

 
 

Benvenuti a tutti

 

die Lust dazu haben, uns kennenzulernen, bei uns Ferien machen möchten oder sich vielleicht sogar überlegen einmal länger bei und mit uns zu sein? Wir sind ein junges Projekt, vieles an Fragen ist noch offen und offen für Anregung, Unterstützung und Mithilfe.

 

 
 

Aus den alten Mauern ist ein schmucker, gemütlicher Platz gewachsen, der bis zu sechs Personen beherbergen kann. Der Mietpreis für das ganze Haus beträgt 46€/Tag, der Preis für einen Schlafplatz im Haus 26€/Person/Tag. Ein Schlafsack ist erforderlich. Außerdem kann gezeltet werden: 6€/Person/Tag, inkl. Bad- und Küchenbenutzung. Verpflegungskosten/Erw/Tag: 9,50€.
Ein Gästeauto steht zur Verfügung (20 €/Tag). Weitere Angaben können erfragt werden.
Was wir bieten: viel Austausch und Begegnung, Ruhe, Einfachheit, Weite; biologische Produkte aus eigenem Anbau. Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch!
Nunzio Taranto, Renate Brutschin

 

Unser Gästehaus


 

 

Zu erreichen sind wir über:
 
"Case Caro Carrubo"
c/o Nunzio Taranto
Via dei Platani 12
I-97013 Comiso (RG)
Tel.: 0039-339-3154580
(Mobilfunk, bitte öfters probieren)
www.carocarrubo.org

Modell Wasserburg e.V.
Dieter Koschek
Dorfstr. 25
D-88142 Wasserburg am Bodensee
Telefon und Fax: 08382-89056
eulenspiegel.wasserburg@t-online.de
 
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